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Keong emas

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Der Ursprung der Eifersucht

Im Königreich Daha lebten zwei Prinzessinnen namens Galuh Ajeng und Candra Kirana, die sehr gegensätzliche Charaktere hatten. Als Candra Kirana sich mit Prinz Inu Kertapati verlobte, empfand Galuh Ajeng großen Neid und Missgunst. Sie suchte daraufhin eine böse Hexe auf, um ihre Schwester zu verfluchen, damit der Prinz sich von ihr abwenden würde.

Der Fluch der Goldenen Schnecke

Die Hexe verwandelte Candra Kirana in eine goldene Schnecke und warf sie mitten ins Meer. Dieser Fluch konnte nur gebrochen werden, wenn die goldene Schnecke von jemandem mit aufrichtigem Herzen gefunden würde oder wenn sie ihren Verlobten wiedersähe. Kurze Zeit später fand eine alte Fischerin die wunderschöne goldene Schnecke, die sich in ihrem Netz verfangen hatte, und nahm sie mit nach Hause.

Das Wunder im Haus der Großmutter

Von da an geschah jedes Mal ein Wunder, wenn die alte Frau vom Fischen zurückkehrte: Sie fand ihr Haus stets sauber vor und der Esstisch war reich mit köstlichen Speisen gedeckt. Aus Neugier tat die alte Frau so, als würde sie gehen, und spähte dann durch einen Spalt in der Wand. Sie war erschüttert, als sie sah, wie sich die goldene Schnecke in ihrem Wassertopf in eine wunderschöne Prinzessin verwandelte, die gerade kochte. Das Geheimnis wurde gelüftet, und Candra Kirana erzählte von dem tragischen Schicksal, das ihr widerfahren war.

Wiedersehen und Glück

Unterdessen suchte der treue Raden Inu Kertapati unermüdlich nach seiner Verlobten und tarnte sich dabei als gewöhnlicher Bürger. Das Schicksal führte ihn zum Haus der alten Frau, als er durstig und erschöpft war. Sobald der Prinz Candra Kirana sah, erlosch der Fluch der goldenen Schnecke für immer durch die Kraft ihrer Liebe. Candra Kirana kehrte schließlich in den Palast zurück, während Galuh Ajeng aus Angst vor der Strafe für ihre Taten in den Wald floh.

Moral der Geschichte:
Güte und Geduld werden immer süße Früchte tragen, während Bosheit, die auf Neid basiert, nur mit Reue endet.