Deutsch
Tief im Inneren der javanischen Wälder, die stets in dünnen Nebel gehüllt sind, steht ein riesiger Randu-Alas-Baum, der Hunderte von Jahren alt ist. Die Dorfbewohner nennen ihn „Simbah“, nicht weil sie ihn verehren, sondern weil sie sich vor dem Bewohner in seinem Inneren fürchten.
Dort, inmitten der Spalten seiner hervorstehenden Wurzeln, lebte ein Genderuwo.
**Der Wächter der Nacht**
Sein Körper war drei Meter hoch, seine Haut pechschwarz und von dichtem, grobem Haar bedeckt, das wie Palmfasern wirkte. Seine Augen leuchteten rot wie glühende Kohlen, die vom Nachtwind angefacht wurden. Er war nicht blindlings böse, er war nur... territorial.
Eines Nachts wagte es ein junger Mann namens Satya, den Pfad in der Nähe des Randu-Alas-Baumes zu benutzen. Satya hatte es eilig und ignorierte den Rat der Dorfältesten, nicht zu pfeifen oder stark riechende Speisen mitzuführen, sobald es dunkel wurde.
**Begegnung hinter dem Nebel**
Der Geruch von geröstetem Maniok, den Satya bei sich trug, stieg dem Genderuwo in die Nase. Die Kreatur, die auf dem höchsten Ast hockte, roch das Aroma, das seinen „dämonischen“ Appetit weckte.
* **Stimme ohne Gestalt:** Plötzlich ertönte ein tiefes, hallendes Lachen aus allen Richtungen. „He-he-he-he...“
* **Hitze:** Die kalte Nachtluft wurde plötzlich schwül und bedrückend.
* **Erscheinung:** Satya drehte sich um und sah ein Paar großer roter Augen, die ihn aus der Höhe anstarrten.
Satya erstarrte. Seine Beine fühlten sich schwer wie Blei an. Der Genderuwo stieg mit sehr langsamen, aber bebenden Bewegungen herab, sodass der Boden unter Satyas Füßen zu schwanken schien.
**Die Taktik der Kreatur**
Der Genderuwo griff nicht an. Stattdessen verwandelte er seine Gestalt. In einem Augenblick verschwand die große schwarze Gestalt vor Satyas Augen und wurde durch das Abbild seines verstorbenen vaters ersetzt, der ihn aus der Dunkelheit des Waldes rief.
„Satya... komm her, mein Sohn. Geh nicht diesen Weg entlang...“
Glücklicherweise erinnerte sich Satya an den Rat seines Großvaters: Wenn du jemanden, den du kennst, an einem Ort siehst, der keinen Sinn ergibt, beiß dir auf die Zunge und antworte nicht.
Satya biss sich auf die Zunge, bis der Schmerz ihn in die Realität zurückholte. Das Bild seines Vaters löste sich auf und hinterließ eine Rauchwolke, die nach verbrannten Kabeln und Schwefel roch. Vor ihm erschien wieder der echte Genderuwo und grinste mit seinen großen gelben Fangzähnen.
**Ein spannungsgeladenes Ende**
Anstatt wegzulaufen, warf Satya sein Päckchen mit geröstetem Maniok in Richtung der Baumwurzeln und rannte sofort Hals über Kopf davon, ohne sich umzusehen. Er hörte ein lautes *Glek!* – der Genderuwo bevorzugte den kostenlosen Snack gegenüber der Jagd auf einen verängstigten Menschen.
Am nächsten Tag stellte Satya fest, dass sein Hemd am Rücken zerrissen war, als hätte ihn eine große Klaue flüchtig berührt. Seitdem wagte es niemand mehr, in der Nähe des Randu-Alas-Baumes zu pfeifen, besonders wenn die Sonne unterging.
Dort, inmitten der Spalten seiner hervorstehenden Wurzeln, lebte ein Genderuwo.
**Der Wächter der Nacht**
Sein Körper war drei Meter hoch, seine Haut pechschwarz und von dichtem, grobem Haar bedeckt, das wie Palmfasern wirkte. Seine Augen leuchteten rot wie glühende Kohlen, die vom Nachtwind angefacht wurden. Er war nicht blindlings böse, er war nur... territorial.
Eines Nachts wagte es ein junger Mann namens Satya, den Pfad in der Nähe des Randu-Alas-Baumes zu benutzen. Satya hatte es eilig und ignorierte den Rat der Dorfältesten, nicht zu pfeifen oder stark riechende Speisen mitzuführen, sobald es dunkel wurde.
**Begegnung hinter dem Nebel**
Der Geruch von geröstetem Maniok, den Satya bei sich trug, stieg dem Genderuwo in die Nase. Die Kreatur, die auf dem höchsten Ast hockte, roch das Aroma, das seinen „dämonischen“ Appetit weckte.
* **Stimme ohne Gestalt:** Plötzlich ertönte ein tiefes, hallendes Lachen aus allen Richtungen. „He-he-he-he...“
* **Hitze:** Die kalte Nachtluft wurde plötzlich schwül und bedrückend.
* **Erscheinung:** Satya drehte sich um und sah ein Paar großer roter Augen, die ihn aus der Höhe anstarrten.
Satya erstarrte. Seine Beine fühlten sich schwer wie Blei an. Der Genderuwo stieg mit sehr langsamen, aber bebenden Bewegungen herab, sodass der Boden unter Satyas Füßen zu schwanken schien.
**Die Taktik der Kreatur**
Der Genderuwo griff nicht an. Stattdessen verwandelte er seine Gestalt. In einem Augenblick verschwand die große schwarze Gestalt vor Satyas Augen und wurde durch das Abbild seines verstorbenen vaters ersetzt, der ihn aus der Dunkelheit des Waldes rief.
„Satya... komm her, mein Sohn. Geh nicht diesen Weg entlang...“
Glücklicherweise erinnerte sich Satya an den Rat seines Großvaters: Wenn du jemanden, den du kennst, an einem Ort siehst, der keinen Sinn ergibt, beiß dir auf die Zunge und antworte nicht.
Satya biss sich auf die Zunge, bis der Schmerz ihn in die Realität zurückholte. Das Bild seines Vaters löste sich auf und hinterließ eine Rauchwolke, die nach verbrannten Kabeln und Schwefel roch. Vor ihm erschien wieder der echte Genderuwo und grinste mit seinen großen gelben Fangzähnen.
**Ein spannungsgeladenes Ende**
Anstatt wegzulaufen, warf Satya sein Päckchen mit geröstetem Maniok in Richtung der Baumwurzeln und rannte sofort Hals über Kopf davon, ohne sich umzusehen. Er hörte ein lautes *Glek!* – der Genderuwo bevorzugte den kostenlosen Snack gegenüber der Jagd auf einen verängstigten Menschen.
Am nächsten Tag stellte Satya fest, dass sein Hemd am Rücken zerrissen war, als hätte ihn eine große Klaue flüchtig berührt. Seitdem wagte es niemand mehr, in der Nähe des Randu-Alas-Baumes zu pfeifen, besonders wenn die Sonne unterging.