Deutsch
In einem Königreich in Westjava lebte eine wunderschöne Königstochter namens Dayang Sumbi. Da sie die Einsamkeit bevorzugte, entschied sie sich, in einer Hütte am Waldrand mit einem treuen Hund namens Si Tumang zu leben. Eines Tages, als sie webte, fiel ihre Spindel herunter. Da sie zu faul war, sie aufzuheben, sagte sie: „Wer auch immer meine Spindel zurückbringt, wenn es ein Mann ist, werde ich ihn zum Ehemann nehmen, wenn es eine Frau ist, werde ich sie zur Schwester machen.“
Unerwartet war es Si Tumang, der sie zurückbrachte. Dayang Sumbi hielt ihr Versprechen. Es stellte sich heraus, dass Tumang die Inkarnation eines Gottes war, der dazu verflucht worden war, ein Tier zu sein. Aus dieser Verbindung wurde Sangkuriang geboren, ein kräftiger und flinker Junge.
**Tragödie mitten im Wald**
Sangkuriang wuchs auf, ohne zu wissen, dass der Hund, der ihn immer auf der Jagd begleitete, sein Vater war. Eines Tages bat Dayang Sumbi Sangkuriang, ihr ein Hirschherz zu bringen. Doch nach einem ganzen Jagdtag war kein einziges Tier zu sehen. Aus Angst, seine Mutter zu enttäuschen, wählte Sangkuriang einen schrecklichen Ausweg: Er tötete Si Tumang und brachte dessen Herz nach Hause.
Als Dayang Sumbi erfuhr, dass das Herz, das sie gegessen hatte, das Herz ihres eigenen Ehemannes war, geriet sie in gewaltigen Zorn. Sie schlug Sangkuriang mit einem Reislöffel so fest auf die Stirn, dass es blutete, und verstieß ihn. Sangkuriang ging mit einer Wunde auf der Stirn und einer Wunde im Herzen fort und wanderte in alle Weltgegenden, bis er seine Herkunft vergaß.
**Die verfluchte Begegnung**
Viele Jahre vergingen und Sangkuriang wuchs zu einem jungen Mann mit gewaltigen übernatürlichen Kräften heran. Auf seinen Wanderungen gelangte er an einen See und sah eine Frau, deren Schönheit zeitlos war. Es war Dayang Sumbi, die dank der Gnade der Götter ewig jung geblieben war.
Beide verliebten sich ineinander, ohne zu wissen, wer sie wirklich waren. Sangkuriang hielt um Dayang Sumbi’s Hand an. Doch kurz vor der Hochzeit wollte Dayang Sumbi Sangkuriangs Stirnband richten. Sie erschrak, als sie eine Narbe sah, die ihr sehr bekannt vorkam.
„Du bist mein Sohn, Sangkuriang!“, schrie sie. Doch Sangkuriang, der vor Liebe blind war, weigerte sich, es zu glauben.
**Die unmögliche Bedingung**
Um die Hochzeit zu verhindern, stellte Dayang Sumbi eine unmögliche Bedingung: „Staue den Fluss Citarum auf und baue mir ein großes Boot; beides muss fertig sein, bevor die Morgendämmerung anbricht.“
Sangkuriang stimmte zu. Mit seinen Zauberkräften rief er Tausende von Dschinns herbei, um die Arbeit zu verrichten. Im Handumdrehen war der Fluss gestaut und riesige Bäume wurden gefällt, um das Boot zu bauen. Dayang Sumbi geriet in Panik, als sie sah, dass die Arbeit fast vollendet war. Sie betete und breitete ein rotes Seidentuch am östlichen Horizont aus, wodurch sie eine künstliche Morgendämmerung erzeugte. Die Hähne krähten, weil sie dachten, der Morgen sei angebrochen.
**Zorn, der zum Berg wurde**
Als Sangkuriang sah, dass die „Morgendämmerung“ angebrochen war, bevor seine Arbeit fertig war, fühlte er sich betrogen. Mit aller Kraft trat er gegen das fast fertige große Boot, sodass es weit wegflog und mit der Oberseite nach unten aufschlug.
Das Boot erstarrte augenblicklich zu einem Berg, den wir heute als Gunung Tangkuban Parahu (das umgedrehte Boot) kennen. Währenddessen brach der Damm, den er errichtet hatte, und wurde zu einem weiten See, der die gesamte Gegend umschloss.
**Lebenslektion**
Diese Geschichte lehrt uns, wie wichtig es ist, seine Emotionen zu kontrollieren und ehrlich zu sein, sowie wie das Schicksal manchmal auf tragische Weise zuschlagen kann, wenn wir nicht wachsam sind.
Unerwartet war es Si Tumang, der sie zurückbrachte. Dayang Sumbi hielt ihr Versprechen. Es stellte sich heraus, dass Tumang die Inkarnation eines Gottes war, der dazu verflucht worden war, ein Tier zu sein. Aus dieser Verbindung wurde Sangkuriang geboren, ein kräftiger und flinker Junge.
**Tragödie mitten im Wald**
Sangkuriang wuchs auf, ohne zu wissen, dass der Hund, der ihn immer auf der Jagd begleitete, sein Vater war. Eines Tages bat Dayang Sumbi Sangkuriang, ihr ein Hirschherz zu bringen. Doch nach einem ganzen Jagdtag war kein einziges Tier zu sehen. Aus Angst, seine Mutter zu enttäuschen, wählte Sangkuriang einen schrecklichen Ausweg: Er tötete Si Tumang und brachte dessen Herz nach Hause.
Als Dayang Sumbi erfuhr, dass das Herz, das sie gegessen hatte, das Herz ihres eigenen Ehemannes war, geriet sie in gewaltigen Zorn. Sie schlug Sangkuriang mit einem Reislöffel so fest auf die Stirn, dass es blutete, und verstieß ihn. Sangkuriang ging mit einer Wunde auf der Stirn und einer Wunde im Herzen fort und wanderte in alle Weltgegenden, bis er seine Herkunft vergaß.
**Die verfluchte Begegnung**
Viele Jahre vergingen und Sangkuriang wuchs zu einem jungen Mann mit gewaltigen übernatürlichen Kräften heran. Auf seinen Wanderungen gelangte er an einen See und sah eine Frau, deren Schönheit zeitlos war. Es war Dayang Sumbi, die dank der Gnade der Götter ewig jung geblieben war.
Beide verliebten sich ineinander, ohne zu wissen, wer sie wirklich waren. Sangkuriang hielt um Dayang Sumbi’s Hand an. Doch kurz vor der Hochzeit wollte Dayang Sumbi Sangkuriangs Stirnband richten. Sie erschrak, als sie eine Narbe sah, die ihr sehr bekannt vorkam.
„Du bist mein Sohn, Sangkuriang!“, schrie sie. Doch Sangkuriang, der vor Liebe blind war, weigerte sich, es zu glauben.
**Die unmögliche Bedingung**
Um die Hochzeit zu verhindern, stellte Dayang Sumbi eine unmögliche Bedingung: „Staue den Fluss Citarum auf und baue mir ein großes Boot; beides muss fertig sein, bevor die Morgendämmerung anbricht.“
Sangkuriang stimmte zu. Mit seinen Zauberkräften rief er Tausende von Dschinns herbei, um die Arbeit zu verrichten. Im Handumdrehen war der Fluss gestaut und riesige Bäume wurden gefällt, um das Boot zu bauen. Dayang Sumbi geriet in Panik, als sie sah, dass die Arbeit fast vollendet war. Sie betete und breitete ein rotes Seidentuch am östlichen Horizont aus, wodurch sie eine künstliche Morgendämmerung erzeugte. Die Hähne krähten, weil sie dachten, der Morgen sei angebrochen.
**Zorn, der zum Berg wurde**
Als Sangkuriang sah, dass die „Morgendämmerung“ angebrochen war, bevor seine Arbeit fertig war, fühlte er sich betrogen. Mit aller Kraft trat er gegen das fast fertige große Boot, sodass es weit wegflog und mit der Oberseite nach unten aufschlug.
Das Boot erstarrte augenblicklich zu einem Berg, den wir heute als Gunung Tangkuban Parahu (das umgedrehte Boot) kennen. Währenddessen brach der Damm, den er errichtet hatte, und wurde zu einem weiten See, der die gesamte Gegend umschloss.
**Lebenslektion**
Diese Geschichte lehrt uns, wie wichtig es ist, seine Emotionen zu kontrollieren und ehrlich zu sein, sowie wie das Schicksal manchmal auf tragische Weise zuschlagen kann, wenn wir nicht wachsam sind.